Keratin: Was ist das genau?
Keratin ist ein natürliches Protein, das zu fast 90 % in der Epidermis, vor allem aber in den Anhängseln, also den Haaren, Körperhaaren und Nägeln, vorhanden ist. Bei Tieren findet man es auch im Fell, an den Hufen, den Krallen, den Federn oder im Schnabel von Vögeln. So unterscheidet man zwischen Alpha-Keratin, das bei Menschen und Säugetieren vorkommt, und Beta-Keratin, das bei Geflügel und Reptilien zu finden ist.
Keratin ist ein echter Schutzwall gegen äußere Einflüsse. So ist die Haarfaser auf zwei Ebenen damit ausgestattet, angefangen beim inneren Teil, der aus keratinisierten Zellen besteht, die die Kräftigung des Haares fördern. Keratin kommt außerdem in der äußeren Schicht des Haares vor, die als Kutikula bezeichnet wird und äußeren Einflüssen direkt ausgesetzt ist. Es bindet die Schuppenschicht der Haarfaser und sorgt für gesunde Spitzen.
Leider lässt dieser doppelte Schutz mit der Zeit nach, da Keratin nicht während der gesamten Lebensdauer des Haares gleichmäßig produziert wird. Denn diese ist durch eine erhebliche Produktion dieses natürlichen Proteins über 2 bis 5 Jahre gekennzeichnet. Danach neigt das Keratin dazu, auf natürliche Weise immer dünner zu werden, bis das Haar schließlich ausfällt und eine neue Haarfaser wächst.
Beachten Sie, dass die Keratin-Produktion mit zunehmendem Alter ebenfalls abnimmt oder durch eine unausgewogene Ernährung oder sogar aggressive und ungeeignete Haarpflege versiegen kann.
Keratin für Haare: Woher kommt es?
Wenn Sie Ihr Haar besonders schön pflegen wollen, sollten Sie auf Haarpflegeprodukte setzen, die hauptsächlich aus Keratin bestehen. Dieses Protein kann tierischen Ursprungs sein. Insbesondere die Wolle von Alpakas oder Schafen wird bevorzugt, um revitalisierende Produkte zu erhalten, die das Haar pflegen werden. Keratin kann hingegen auch aus Pflanzen und Getreide gewonnen werden, z. B. aus Mais, Soja oder sogar aus Weizen. In diesem Fall spricht man von Phyto-Keratin oder pflanzlichem Keratin.
Wussten Sie schließlich, dass bestimmte Nahrungsmittel die Keratin-Produktion ankurbeln können? Milchprodukte, Fleisch oder Fisch sowie bestimmte Obst- und Gemüsesorten, wie Karotten oder Aprikosen, erweisen sich als hervorragende Helfer. Daher ist es vorteilhaft, einen gesunden Lebensstil anzunehmen, um Ihr eigenes Keratin-Kapital zu erhalten!
Die Vorteile von Keratin für das Haar
Unser Haar macht im Laufe seines Lebens viele Prüfungen durch. Wiederholtes Färben, Glätten und Bürsten, Hitze vom Föhn, Umweltverschmutzung und sogar das strenge Klima im Winter oder Sommer, nichts bleibt ihm erspart. Keratin wird in der Kosmetikbranche verwendet und ist zu einem Wundermittel geworden, das von professionellen Friseuren weithin geschätzt wird. Schluss mit geschädigtem und rauem Haar! Denn Keratin-Pflege hat den Vorteil, dass sie auf allen Ebenen der Haarfaser wirkt.
Keratin beschleunigt das Haarwachstum und stärkt den Schutz des Haares. Dank seiner anerkannten Reparaturkraft kann es die Haarfaser von der Wurzel an regenerieren. Es wirkt auch auf die Längen und Spitzen, indem es das Haar umhüllt und das Auftreten von Spliss verringert.
Keratinhaltige Pflegeprodukte sorgen also dafür, dass Ihr Haar an Elastizität und Widerstandskraft gewinnt. Sie revitalisieren das Haar in der Tiefe und verleihen ihm Glanz und Geschmeidigkeit. Um es gleich vorweg zu nehmen: Keratin hilft Ihnen, Ihr Haar zu bändigen und stumpfem, kraftlosem Haar entgegenzuwirken. Das Haar lässt sich leichter kämmen und entwirren.
Keratin-Pflege: Wie verwende ich sie am besten?
Heute ist die Keratin-Pflege auf dem Vormarsch. Sie ist in unzähligen Formeln erhältlich. Shampoo und Conditioner sind zwar nach wie vor praktische Must-haves, die man in seiner Haarroutine verwenden sollte, aber Kérastase hat auch Masken, Seren und Gelees mit höherer Keratin-Konzentration sowie Sprays entwickelt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Sie sind für jeden Haartyp geeignet und besonders beliebt bei Haaren, die durch Färben geschwächt sind, oder bei lockigem Haar. Denn Keratin restrukturiert die Locken, sodass sie sich leichter kämmen lassen.
Diese nährenden Keratin-Produkte können leicht in eine wöchentliche Haarroutine integriert werden. Sie können außerdem in zwei- bis dreiwöchigen Intensivkuren angewendet werden, insbesondere bei sprödem, trockenem Haar, das Feuchtigkeit und Nährstoffe benötigt. Natürlich können Sie sie auch einfach gelegentlich verwenden, um Ihr Haar für eine Party aufzupeppen. Denken Sie in jedem Fall daran, zwischen mit Keratin angereicherten Shampoos und milden Shampoos zu wechseln, um die Haarfaser nicht zu ersticken oder zu beschweren.
Keratin Haarpflegeprodukte sollten am besten auf gründlich gewaschenes Haar aufgetragen werden, um es vorab von Unreinheiten und Schmutzrückständen zu befreien. Vergessen Sie nicht, Ihr Haar gründlich auszuwringen, damit das Produkt in die Haarfaser eindringt und nicht auf dem Boden Ihrer Dusche landet. Für eine optimale Wirkung teilen Sie Ihr Haar mit einem Mittelscheitel in zwei gleich große Partien, bevor Sie die Pflege gleichmäßig und sparsam verteilen. Eine haselnussgroße Menge reicht aus, um das gesamte Haar zu bedecken. Damit das Keratin in die Tiefe eindringen kann, lassen Sie die Pflege 5 bis 10 Minuten einwirken. Kleiner Tipp: Um die nährende und glättende Wirkung der Kérastase-Masken und -Spülungen zu verstärken, sollten Sie Ihr Haar in ein warmes Handtuch einwickeln oder ein Dampfglätteisen verwenden. Die Wärme wird die glättende und restrukturierende Wirkung des Keratins verstärken.
(Keratin, Keratin)